Kleiner Israel-Reiseführer:

Stätten des modernen Israel mit biblischen Bezügen

Inhaltsverzeichnis

1.Einzelne Orte, an denen in aller Öffentlichkeit Bibelsätze zu lesen sind oder biblische Medien gezeigt werden

1.1. Tel Aviv (Großraum Tel Aviv)

1.2. Zwischen Tel Aviv und Jerusalem

1.3. Jerusalem

1.4. Südlich von Tel Aviv und Negev

1.5. Der nördliche Küstenbereich

1.6. Zwischen Jerusalem und dem See Genezareth

1.7. Nördlich vom See Genezareth

2. Einige der Orte, die seit 1870 gegründet und nach Bibelstellen benannt wurden


Seit einigen Jahren sind in ganz Israel große Transparente mit den Worten "Bereitet euch auf das Kommen des Messias vor!" ausgehängt.

In vielen Ländern der Welt wird in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Tafeln darum gebeten, älteren Menschen einen Sitzplatz freizumachen - so auch in Israel. In Israel wird darauf allerdings mit einem Bibelzitat aus 3.Mose/Leviticus 19,32 in Bussen und Bahnen hingewiesen: "מפני שיבה תקום " ("Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen!")

An Orten, an denen Gott Wunder getan hat, können Sie mit dem alten jüdischen Gebet beten:


.ברוך אתה אדוני אלהינו, מלך העולם, שעשה נסים לאבותינו ולנו במקום הזה
Baruch ata adonei, elohejnu, mäläch haOlam, scheaßa neßim la'awotenu welanu bamaqom hasä.:
"Gepriesen seist du Herr, unser Gott, König des Universums, der du an diesem Ort für unsere Väter (Vorfahren) und für uns Wunder vollbracht hast."

1.Einzelne Orte, an denen in aller Öffentlichkeit Bibelsätze zu lesen sind oder biblische Medien gezeigt werden

1.1. Tel Aviv (Großraum Tel Aviv)

In Tel Aviv im Bet HaAzma'ut (Bet Dizengoff) in der 16,Sderot Rothschild, dem wichtigsten Ort der (auch geistlichen) Geschichte des modernen Israel, wo der Staat Israel am 14.Mai 1948 gegründet wurde, findet man in der Eingangshalle rechts einen Bibelspruch auf Hebräisch und Englisch: "Dann wende ich das Geschick meines Volkes Israel. Sie bauen die verwüsteten Stהdte wieder auf und wohnen darin." (Amos 9,14)
Das Museum ist geöffnet von Sonntag bis Freitag, 9-14 Uhr.
Website: http://eng.ihi.org.il/

Vor diesem Bet HaAzma'ut, wo der Staat Israel gegründet wurde, findet man auf dem Mittelstreifen der Straße ein Denkmal, das Arbeiter beim Aufbau von Tel Aviv zeigt, darunter ein Bibelspruch aus Jeremia 31,4: (Gott spricht:) "Ich will dich wieder bauen, und du sollst wieder gebaut werden, Jungfrau Israel."

Denkmal mit Jer 31,4




Im Norden Tel Avivs befindet sich das Eretz-Israel-Museum. Am Zaun des Museumsgelände in der HaUniversita-Straße, Abzweigung Reading-Straße befindet sich ein Brunnen mit einem Satz aus Jesaja 21,14: "Bringt dem Durstigen Wasser entgegen!"
Im Museumsgelände selbst ist am meisten das hinter dem Eingang vorne rechts gelegene "Man and His Work"-Museum (auf Plan Nr.18) zu empfehlen. Hier sind Fundstücke aus der Arbeitswelt zur Zeit der Bibel ausgestellt und jeweils mit Bibelsprüchen erläutert.
Das Museum ist geöffnet von Sonntag bis Mittwoch von 10 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, am Freitag und am Schabbat von 10 bis 14 Uhr.

Am südlichen Ende des Gan HaKovshim neben der Moschee in der Nähe der Mittelmeerküste im Süden von Tel Aviv am Übergang nach Jaffa findet man ein Denkmal aus dem Unabhängigkeitskrieg mit Worten aus 2.Samuel 1,23: Totenklage Davids über Saul und seinen Freund Jonathan: "schneller waren sie als Adler und stärker als Löwen".

In Jaffa gibt es die Straße "Mifratz Shlomo", die parallel und etwas oberhalb vom Meeresufer zum Hauptplatz führt. An der Wand auf der Höhe des Antiquitätenmuseums befindet sich ein intakter Wasserbrunnen, an dem man seinen Durst stillen kann und über dem ein Satz aus Jesaja 44,3 steht: (Der Herr spricht:) "Ich will Wasser auf das Durstige ausgießen."

Im Süden Tel Avivs befindet sich das Lehi-Museum, das die Geschichte der Lehigruppe darstellt, der dritten und kleinsten jüdischen Kampfgruppe neben Haganah und Irgun während der Zeit des britischen Mandats. Diese Gruppe kämpfte vor allem gegen das britische Verbot der Einwanderung für jüdische Flüchtlinge aus dem Machtbereich der Nazis. Nach der Gründung des Staates Israel gliederte sich die Lehi der israelischen Armee Zahal ein. Zu sehen ist die Bibel des Kommandeurs Abraham Stern mit dessen Unterstreichungen und sein winziges Psalmengebetsbuch, das er fast immer bei sich trug. Außerdem sind an verschiedenen Stellen die Bibelsprüche Ps 144,1 ("Gelobt sei der Herr, mein Fels, der meine Hände zum Kampf unterweist, meine Finger zum Krieg.") und Jes 30,22 ("Und in Kriegen seiner herabstoßenden Kampfeshand wird ER (Gott) gegen sie kämpfen.") zu lesen. über dem Modell einer geheimen Sendestation findet sich der 1.Teil von Jes 58,1 ("Rufe getrost, halte nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune!").
Das Museum befindet sich in der Sternstr.8 (Diese sehr kleine Straße befindet sich westlich parallel von der HaKishon-Str. und verläuft zwischen der Florentine- und Emeq-Yisrael-Str..). Es ist geöffnet von Sonntag bis Donnerstag, 9-16 Uhr.
Website: Lehi-Museum

Durch ein großes Wunder wurden viele Menschen während des Golfkrieges im Januar 1991 vor dem Tod durch einen Volltreffer einer Scud-Rakete bewahrt. Aus Dankbarkeit gegenüber Gott errichteten die Israelis in aller öffentlichkeit ein sechsflügeliges Denkmal mit 2 Worten aus 2.Mose 25,20 auf Hebräisch: Die Cherubim "סככים בכנפיהם" ("sochechim bekanfehäm" - "mit ihren Flügeln bedeckend (beschützend)).
Der genaue Hergang des Wunders: Am 29.1.91 flüchten Bewohner eines Hauses in Tel Aviv im Stadtteil HaTiqwa nach dem Luftalarm in den nahegelegenen Bunker. Aber der Hausmeister hat den falschen Schlüssel dabei und kann die Tür nicht aufsperren. Die Bewohner flüchten schnell in einen anderen Bunker. Ihr eigentlicher, verschlossener Bunker wird durch einen Raketenvolltreffer völlig zerstört, ebenso angrenzende Häuser. Aber keiner wird getötet, weil der Bunker nicht aufzuschließen war.
Selbst das ZDF erwähnte die Möglichkeit eines Wunders Gottes.
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Du kannst dieses Denkmal folgendermaßen besuchen: Du fährst in Tel Aviv auf der Lehi-Straße (Nr. 461) stadteinwärts.Kurz vor dem Ayalontal (hinter der Etzelstraße) biegst du rechts in die HaTiqwa-Straße. Nach 200 m kannst du links auf den Schulhof des Beit Moisewitsch (Beit Dani) gehen, wo du das Glaubensdenkmal findest.

In Petah Tiqwa, einer der ältesten zionistischen Siedlungen, gibt es einen Komplex verschiedener Museen ("Qiryat HaMuse'onim "Yad LeBanim"" genannt). Der Museumskomplex "Yad LeBanim" befindet sich in der "Haim Arlozoroff"-Straße im westlichen Teil von Tel Aviv. Zum Museumskomplex gehören der Gedenkpark unter freiem Himmel, das historische Museum zur zionistischen Ortsgründung, das Holocaustmuseum, die Gedenkstätte für die Soldaten und die Gefallenen von Petach Tiqwa und das Kunstmusem.
Im Gedenkpark unter freiem Himmel auf der der Straße abgewandten Seite sind einige Panzerfahrzeuge der israelischen Armee zu sehen und ein weißer Gedenkstein mit den Namen einiger Gefallener und dem Satz aus 2.Samuel 1,19 auf hebräisch : "(Deine) Pracht, Israel, ist auf deinen Höhen tödlich verletzt."
Im historischen Museum zur zionistischen Ortsgründung sind viele Ausstellungsstücke und Modelle der ersten Häuser und Synagogen zu sehen. Außerdem wird hier ein ausgezeichneter Film über die Geschichte Petah Tiqwas auf englisch gezeigt.
Im kleinen Holocaustmuseum befindet sich eine Ecke mit einem geretteten Stück einer von den Nazis zerstorten Torahrolle. Daneben finden sich auf schwarzen Tafeln folgende 3 Bibelsprüchen auf Hebräisch: "Oh daß mein Kopf Wasser wäre und mein Auge eine Quelle von Tränen; dann werde ich Tag und Nacht die Erschlagenen meines Volkes beweinen." (Jeremia 8,23); "Eine Stimme wird in Rama gehört, Wehklage, bitteres Weinen. Rachel beweint ihre Kinder; sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr sind." (Jeremia 31,15); Gott spricht: "Halte deine Stimme vom Weinen zurück und deine Augen von Tränen; ...denn es gibt Hoffnung für deine Nachkommen." (Jeremia 31,16-17).
In der Gedenkstätte für die Soldaten und die Gefallenen finden sich die Namen aller gefallenen Soldaten von Petah Tiqwa, aufgeteilt nach Kriegen und Jahrzehnten. Daneben stehen jeweils auf hebräisch Bibelsprüche: "Wie sind die Helden gefallen und wie sind die Waffen verlorengegangen." (2.Samuel 1,27); "(Deine) Pracht, Israel, ist auf deinen Höhen tödlich verletzt."(2.Samuel 1,19); Totenklage Davids über Saul und seinen Freund Jonathan: "schneller waren sie als Adler und stärker als Löwen"(2.Samuel 1,23). Im selben Gedenkraum findet sich eine Wandplastik mit einer Mutter (wie Rachel), die über ihren gefallenen Sohn klagt, daneben auf hebräisch der Bibelspruch aus Jeremia 31,15: "sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, weil sie nicht mehr sind." Im Flur finden sich folgende biblische Wandmosaike: ein Adler und ein Löwe, dazu auf hebräisch 2.Samuel 1,23: "schneller waren sie als Adler und stärker als Löwen."; Bauarbeiter an den Mauern Jerusalems und ein bewaffneter Soldat, was Nehemia 4,11 darstellen soll: Mit der einen Hand die Arbeit verrichtend, mit der anderen die Waffe haltend." und ein abgehauener Baumstumpf, an dem ein neuer Trieb sprießt, daneben ein gefallener Soldat und ein starker, stehender Soldat mit Schwert, auf den die Sonne scheint: Dies soll die Wiedererstarkung des Volkes Israel mit einer eigenen Armee im Land Israel nach Jesaja 6,13: "Der Herr hat die Menschen weit entfernt, und verlassene Orte sind viele in Israel. ... wenn sie gefällt sind, ein Stumpf bleibt; ein heiliger Same ist sein Stumpf." Außen an der Gebäudewand der Gefallenen-Gedenkstätte findet sich noch ein Wandmosaik, das einen Soldaten mit Pfeil und Bogen zeigt, und dazu steht auf hebräisch 2.Samuel 1,18: (David) "befahl, daß man die Kinder Juda das Lied von dem Bogen lehre."
Der Museumskomplex ist geöffnet von Montag bis Donnerstag von 16.30 bis 19.30 Uhr, am Shabbat von 10 bis 13 Uhr und ist am Freitag und Sonntag geschlossen.
Website.

Die Gründungszelle Petah Tiqwas befindet sich am Gründerplatz (Kikar HaMejasedim) im Stadtzentrum südlich vom Hauptbusbahnhof. An einer Ecke des Platzes sieht man eine moderne Wassertrinkstelle. Sie ist genau da errichtet, wo die Gründer den ersten Brunnen bohrten. Zum Kikar HaMejasedim führt die Straße "Howewei Zion", an der eine Synagoge aus der Gründerzeit steht (1890 begonnen, 1898 fertiggestellt). Eines der ersten noch erhaltenen Häuser, die 1885 gebaute Picaschule, finden Sie an der Ecke Piqastraße/Rothschildstraße.

Neben der Straße 40 südlich von Petah Tiqwa liegt der religiöse Kibbuz Be'erot Yitzchak. Dieser Kibbuz lag bis zum Unabhängigkeitskrieg in der Nähe von Gaza. Da die Bewohner im Unabhängigkeitskrieg durch den ägyptischen Angriff und zuvor im Holocaust durch die Nazis besonders viel erlitten hatten, durften sie sich hier an einem etwas sichereren Ort ansiedeln. Die Mitglieder leben nach dem Grundsatz "Bibel (Beten) und Arbeit (auch Verteidigung)". Die Angebote für Besucher sind gerade im Aufbau. Es gibt schon 2 sehr bewegende Filme über Geschichte, Glauben und Leben der Kibbuzbewohner. Zur Zeit existieren die Filme nur auf Hebräisch, aber sie sollen bald in Englisch und Deutsch übersetzt sein. Für Besucher ist Herr David Porat (Tel. 052-57 42 68 oder 03-937 18 83) zuständig. Er spricht gut Englisch und erklärt alles sehr gerne.

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1.2. Zwischen Tel Aviv und Jerusalem

Wenn man von Rosh HaAyin die Straße 444 nach Süden in Richtung der Kreuzung "Zomet Modi'im" fährt, so befindet sich direkt vor dieser Kreuzung hinter dem Ort Beit Nehemya auf der linken Seite das Denkmal der Instandsetzungsbrigade. Das rote Hinweisschild ist nur auf hebräisch geschrieben, aber man sieht das Denkmal von der Straße aus. Auf dem Denkmal steht auf hebräisch der Satz aus Nehemia 4,11: "Mit der einen Hand die Arbeit verrichtend, mit der anderen die Waffe haltend."

Beim neuenstehenden Ort Modi'im befindet sich der biblische Pflanzengarten und Erlebnispark Ne'ot Kedumim. Es gibt dort 4 Wege, die ungefähr 1-2 Stunden dauern. Für die Wege erhält man am Eingang sehr gute Broschüren. In den Broschüren und auf Tafeln direkt neben den Pflanzen sind die Bibelstellen der jeweiligen Pflanzen mit ihrer Bedeutung aufgeschrieben. Außerdem finden sich Ausgrabungen und neuaufgestellte Gegenstände (z.B. Viehtränke wie in biblischer Zeit, Wachturm im Weinberg; Möglichkeit in eine Zisterne zu steigen und nachzuempfinden, wie sich darin z.B. Joseph und Jeremia als Gefangene gefühlt haben, usw.) aus dem Alltagsleben der Bibel.
Ne'ot Kedumim befindet sich zwischen Tel Aviv und Jerusalem an der Straße 443, die parallel nördlich zur Hauptverbindungstraße 1 verläuft. Man biegt einige Kilometer östlich von Ben Shemen von der Straße 443 nach Norden ab und ist nach 200m in Ne'ot Kedumim. Es ist an der Straße 443 ausgeschildert.
Geöffnet ist Ne'ot Kedumim von Sonntag bis Donnerstag von 8.30 - 16.00 Uhr (Man darf im Park aber bis Sonnenuntergang bleiben.), am Freitag: 8.30 - 13 Uhr. Geschlossen ist der Garten am Shabbat und an jüdischen Feiertagen.
Website:http://www.neot-kedumim.org.il/?CategoryID=272

Wenn man von Ne'ot Kedumim auf der Straße 443 einige Kilometer weiter nach Osten (Richtung Jerusalem) fährt, sieht man große Hinweisschilder "Maccabean Graves - Hashmonean Village". Dort biegt man ab und fährt, nachdem man die Hauptsraße verlassen hat, gleich wieder links (Richtung Maccabean Graves und nicht Hashmonean Village). Von dort fährt man entweder wieder gleich links auf den Parkplatz oder fährt einige hundert Meter weiter, bis wieder links ein baumgesäumter Fußweg abgeht. Beide Wege führen zum Denkmal in Erinnerung an die schweren Kämpfe im Unabhängigkeitskrieg hier im damaligen Grenzgebiet zwischen Israel und Jordanien. Im kleinen Betontunnel des Denkmals findet man auf hebräisch den Satz aus 2.Samuel 1,23: Totenklage Davids über Saul und seinen Freund Jonathan: "schneller waren sie als Adler und stärker als Löwen".

Das israelische Panzermuseum "Yad LaShirion" bei Latrun in der Ajalonebene stellt sich unter den Bibelspruch Josua 10,12-13, der von Gottes Hilfe für die Verteidigungssoldaten Israels spricht und den man im Museum an verschiedenen Stellen findet: "...Sonne steh still zu Gibeon und im Tal Ajalon. Da stand die Sonne still ..., bis das Volk seine Feinde gestraft hatte."
Das Museum ist geöffnet Sonntag bis Donnerstag von 8.30 bis 17.30 Uhr, am Freitag von 8.30 bis 13.30 Uhr und am Shabbat und an jüdischen Feiertagen von 9 bis 17 Uhr.
Website 1 und Website 2.

Wenn man von der Autobahn Tel Aviv - Jerusalem bei Latrun die Straße Nr. 3 nach Süden abbiegt und hinter der Nachschonkreuzung die nächste Straße nach rechts in Richtung Hulda abbiegt, findet man auf einem kleinen Hügel ein Denkmal mit einer Säule zur Erinnerung an die Verteidigung Jerusalems im Unabhängigkeitskrieg durch die israelische Armee. Auf der Säule steht: "Wenn ich dich vergäße, Jerusalem, dann soll meine rechte Hand verdorren." (Psalm 137,5) über den Gedenktafeln für die Gefallenen steht ein Satz aus Jesaja 2,4c: "Es wird nicht mehr ein Volk gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden nicht mehr den Krieg lernen."

In der Nähe der Straße Tel Aviv - Jerusalem, wenn man auf die Straße 38 nach Süden abbiegt, findet man nach 500 m auf der linken Seite der Straße 38 ein Denkmal für die Machalkämpfer, d.h. für die ausländischen - zum Teil nichtjüdischen - Soldaten, die freiwillig auf Israels Seite im Unabhängigkeitskrieg gekämpft haben. Dort steht auf Englisch der Bibelspruch Josua 1,14: "Und die von euch stark sind, sollen bewaffnet zu euren Brüdern kommen und ihnen helfen."

Machaldenkmal mit Jos 1,14

Websites:http://mahal-idf-volunteers.org/about/history.htm und http://sabranet.com/machal/section4.html

Auf der Nebenstraße 395 zwischen Eschta'aol und Jerusalem parallel zur Hauptstraße 1 biegt man bei Ramat Raziel zur Megillat Esch (Feuer-Schriftrolle) ab. Man fährt noch einige Kilometer und kommt dann zu zwei Bronzerollen von mehreren Metern Höhe. Diese Rollen sind dem Gedenken der Millionen Juden gewidmet, die im Feuer des Holocaust ermordet wurden. Auf ihnen findet man viele Bilder aus der jüdischen Geschichte, aus der Zeit der Bibel und der neueren Geschichte einschließlich des Holocaust und dem neuen Leben durch den Zionismus. Innen zwischen den beiden Rollen findet man die Sätze aus Hesekiel 37,12+14 auf Hebräisch und Englisch: "So spricht Gott, der Herr: Siehe, o mein Volk, ich will eure Gräber auftun und hole euch aus euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israel.. ... Ich will meinen Geist in euch geben, und ihr sollt leben, und ich werde euch in euer eigenes Land setzen."

An der Hauptstraße 1 zwischen Tel Aviv und Jerusalem befindet sich das Denkmal für die Kämpfer, die den Durchbruch zum belagerten Jerusalem im Unabhängigkeitskrieg 1948 schafften. Aus dem Berghang ragen viele Stäbe heraus - wie der Anfang einer Brücke nach Jerusalem. Man erreicht das Denkmal von der Hauptstraße 1 aus, indem man in Fahrtrichtung "Ost" (Jerusalem) gleich nach der Abzweigung "Bet Meir", aber noch vor der Abzweigung "Newe Ilan, Abu Gosh,..." nach Nord abbiegt. Direkt an der Hauptstraße liegt ein Parkplatz, von wo aus man zum Denkmal hinaufsteigen kann. Links vom Denkmal etwas versteckt von einem Strauch findet man eine Tafel mit dem Satz aus Jesaja 62,1 auf Hebräisch: "Um Zions willen will ich nicht schweigen und um Jerusalems willen will ich nicht still sein."

Um zum Denkmal und Aussichtsturm am Radarhügel zu gelangen, biegt man von der Hauptstraße 1 am besten an der östlichen Abfahrt nach Abu Gosh (gleichzeitig Kiryat Anavim) ab und fährt nicht nach Abu Gosh, sondern gleich nach Norden in Richtung "Qiryat Anavim". Man fährt durch Qiryat Anavim nach Ma'ale Hahamischa und biegt kurz vor Ma'ale Hahamischa nach rechts auf die Höhenstraße nach Har Adar (=Radarhügel) ab. In Har Adar fährt man den Wegweisern "Harel Brigade Monument" nach. Man sieht aber auch deutlich rechts von der Straße den Aussichtsturm auf dem Radarhügel. Der Radarhügel war bis 1967 jordanisch, nahe an der Verbindungsstraße "Tel Aviv - Jerusalem" gelegen und diese kontrollierend. Hier fanden 1948 und 1967 schwere Kämpfe statt. Im Turm ist eine Gedenktafel angebracht mit den Worten aus 2.Samuel 1,19 auf hebräisch: "Auf deinen Höhen tödlich verletzt" (o, Israel).

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1.3. Jerusalem

An der westlichen Seite der Stadmauern ziemlich an der nordwestlichen Ecke steht auf dem Boden ein weißer Stein mit den Bibelversen aus Ps 122,3-4 auf hebräisch und englisch: "Unsere Füße stehen in deinen Toren, o Jerusalem! Jerusalem, die du aufgebaut bist als eine fest in sich geschlossene Stadt."

Etwas südlich der nordwestlichen Ecke der Stadtmauer und damit etwas nördlich vom Jaffator sieht man einen Gedenkstein für einen Polizisten, der von einem Verbrecher getötet wurde. Dort ist Jesaja 62,6 in Englisch aufgeschrieben: "Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter gestellt."

In die Stadtmauer gleich links neben dem Jaffator ist ein Satz aus Neh 4,1 geschrieben: "daß die Wiederherstellung der Mauern Jerusalems zunahm".

An der nördlichen Seite im Jaffator befindet sich ein kleiner Schaukasten, in dem in verschiedenen Sprachen der Satz "Betet für den Frieden Jerusalems!" aus Psalm 122,6 steht.

Westlich von der Altstadt, 500m südwestlich vom Jaffator befindet sich das malerische Viertel Yemin Moshe. Der herrliche Blick zur Altstadt, die herrlichen blumenbepflanzten Wege machen diesen Ort zu einem romantischen Geheimtipp (gerade auch nachts) in Jerusalem. Im südlichen Ende des HaTiqwa-Weges (südlich noch vom HaMetsuda-Weg) steht auf dem üppig bepflanzten Podest (Treppenaufgang, oberhalb des eigentlichen HaTiqwa-Weges) ganz im Süden ein Stein mit dem Satz aus 1.Sam 2,26: "Und der Junge Samuel wurde zunehmend größer und voller Gunst bei Gott und den Menschen."

Zwischen Jaffator und Yemin Moshe befindet sich der 2003 eingeweihte "Teddy Park". Dort sieht man einen Stein mit einem hebräischen Bibelspruch aus dem Buch des Predigers (Kohelet) 1,4-6: "Eine Generation geht, eine andere kommt. Die Erde steht in Ewigkeit. Die Sonne, die aufging und wieder unterging, atemlos jagt sie zurück an den Ort, wo sie wieder aufgeht. Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht, der Wind. Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind."

Direkt südlich des jüdischen Viertels der Altstadt befindet sich die Ursprungszelle Jerusalems, die Davidsstadt ("Ir David"). Direkt hinter dem Eingang zur umfangreichen, historischen Ausgrabung findet man links in dem kleinen Hof Psalm 122 in Auszügen auf Englisch, unter anderem: "Unsere Füße stehen in Deinen Toren, Jerusalem. ... Betet für den Frieden Jerusalems." An der Gihonquelle findet sich der historische Bibelsatz aus 2.Chronik 32,30: "Hiskia verschloss den oberen Abfluss der Gihonquelle und leitete sie geradewegs hinunter an der Westseite der Davidsstadt."
Öffnungszeiten: Sommer: Son-Don: 8-19 Uhr; Fr: 8 - 16 Uhr; Winter: Son-Don: 8 - 17 Uhr; Fr: 8-14 Uhr. Website: http://www.cityofdavid.org.il/en/information

Südlich der Altstadt und direkt westlich der antiken Davidsstadt auf dem Zionsberg befindet sich die Gedenkstätte "Kammer des Holocaust". Sie ist die Vorgängerin von Yad WaShem. über dem Eingang befindet sich auf hebräisch und englisch der Satz aus Obadja 17: "Und auf dem Berg Zion wird Rettung sein, und er soll heilig sein." Neben dem Eingang findet man auch auf hebräisch den Satz aus 1.Mose 4,10, den Gott zu Kain sagt, nachdem Kain seinen Bruder Abel umgebracht hatte: "Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit" Im Hof steht auf der säulenartigen Gedenkstätte für die ermordeten Kinder auf englisch der Satz aus Jeremia 31,14: "Eine Stimme wird gehört in Rama, Klagegeschrei und bitteres Weinen: Rachel beweint ihre Kinder; sie will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder; weil sie nicht mehr sind." In den hinteren Räumen mit der Bezeichnung "T", in der sich schwarze Gedenktafeln mit den Namen Ermordeter befinden, stehen auf hebräisch in bogenförmiger Schrift über den Gedenktafeln folgende Bibelsätze: Hiob 16,18: "Erde, bedecke mein Blut nicht."; Psalm 42,5: "Aber ich will mich erinnern und will mein Herz bei mir selbst ausschütten."; Joel 4,21: (Gott spricht:) "Ich will sie von ihrem Blut reinigen, von dem ich sie nicht gereinigt hatte. Und der Herr wird wohnen in Zion."
Man kommt zur Gedenkstätte, indem man durch das Zionstor geradeaus auf dem Fußweg geht und sich leicht links hält. Die Öffnungszeiten sind sonntags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.
Website: Chamber of the Holocaust und http://holocaustchamber.org/

Südwestlich von der Altstadt gegenüber dem Zionsberg führt eine Fußgängerbrücke über den Derech Hevron, die Straße, die nach Süden (Bethlehem, Hebron) führt. Daneben liegt auch die St.Andrews-Kirche. Am westlichen Ende der Brücke befindet sich ein Friedensdenkmal. Unten sind Teile von verschrotteten Waffen zu sehen, die sozusagen zu Ackergeräten zusammengeschweißt sind. Darüber erhebt sich eine weiße Säule, auf die auf hebräisch und arabisch ein Satz aus dem 2.Teil von Jes 2,4 geschrieben ist: "Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht wird Nation wider Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen." Hier wird an die zukünftige Hoffnung erinnert, daß auch Israel einmal keine Armee mehr braucht, um sein überleben zu schützen.

Weiter im Süden Jerusalems im Stadtteil Talpiyot an der Hebronstraße, ungefähr Hausnummer 95, befindet sich ein großes weißes Gebäude der Telefongesellschaft Beseq. An der Hausfront ist ein Mosaik angebracht, auf dem man Wasser, Land und einen Regenbogen sieht. Unten steht auf hebräisch der Satz aus 1.Mose 9,13: (Gott spricht:) "Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, und er soll ein Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein."

Ganz im Süden Jerusalems befindet sich der Kibbuz Ramat Rachel. Dort gibt es auch das große Kibbuz-Hotel Mizpe Rachel. Geht man direkt vor dem Hoteleingang nach links in den Park, so befindet etwas versteckt bei den Büschen gleich an der ersten Wiese eine Skulptur. Sie zeigt Rachel mit traurigem Gesicht, die 2 Kinder umarmt. Das erinnert an das nahegelegene Grab Rachels, die bei der Geburt ihres 2.Sohnes Benjamin starb und auch an den Satz aus Jeremia 31,15: "Rachel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen." Unter der Skulptur steht auf Hebräisch ein Bibelsatz aus Jeremia 31,17 aus demselben Abschnitt, nur 2 Verse weiter: "Denn deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren." Dieser Satz ist das Rettungsversprechen Gottes als Antwort auf das zuvor geklagte Leid.

Das Bible-Lands-Museum in Jerusalem ist sehr zu empfehlen. Das Museum ist gegliedert nach den verschiedenen Zeitepochen der biblischen Geschichte. Die Ausstellungsstücke jeder Abteilung sind durch zahlreiche Bibelsprüche beschriftet, die sie erläutern. Dieses Museum ist viel mehr zu empfehlen als das Israel-Museum, das direkt daneben liegt.
Wenn man vor dem Eingang des Israel-Museums steht, sieht man 100m rechts davon das Bible-Lands-Museum. Es ist geöffnet von Sonntag bis Dienstag und am Donnerstag von 9.30 bis 17.30 Uhr, am Mittwoch bis 21.30 Uhr, am Freitag von 9.30 bis 14 Uhr und am Schabbat von 10 bis 15 Uhr; an jüdischen Feiertagen ist es geschlossen.
Website: http://www.blmj.org/en/

In der Holocaust-Gedenkstätte Yad WaShem steht über dem Eingang zum Gedenklabyrinth für die 1.500.000 ermordeten jüdischen Kinder der Satz aus Sprüche 20,27: "Der Geist des Menschen ist ein Kerzenlicht von Gott". Im Gedenklabyrinth spiegelt sich eine Kerze in unzähligen Spiegeln und ist so tausendfach zu sehen.
Direkt am Eingang zum neuen historischen Shoa-Hauptmuseum befindet sich an einer Betonplatte auf Englisch und Hebräisch der Satz aus Joel 1,2-3: "Ist Ähnlichess in Euren Tagen oder den Tagen Eurer Kinder je geschehen? Erzählt Euren Kindern davon, und lasst Eure Kinder ihren Kindern erzählen und deren Kinder der folgenden Generation."
Yad WaShem ist sonntags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags 9 bis 20 Uhr geöffnet und freitags von 9 bis 14 Uhr.
Website: http://yadvashem.org/

Direkt neben Yad WaShem an der Straße "Sderot Herzl" befindet sich der Herzlberg mit dem nördlichen Eingang zum Militärfriedhof und dem südlichen Eingang zum Herzlmuseum, Herzlgrab, den Gräbern wichtiger Persönlichkeiten des Staates Israel und dem Denkmal für die Opfer des Terrorismus. Obwohl es 2 Eingänge gibt, sind beide Geländeteile miteinander verbunden. Auf dem Militärfriedhof sind alle Bibelsprüche nur in Hebräisch geschrieben. Wir gehen hinter dem Eingang links hinauf, dann in einem Bogen nach rechts und kommen dann auf der anderen, nördlichen Seite des Ehren-Friedhofs in einem Rundgang zum Eingang zurück.
Auf halber Höhe mit weitem Ausblick findet sich der Friedhof für die Gefallenen des Libanonkrieges. In einer Ecke findet sich der Bibelspruch: "Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen." (Jeremia 31,15)
Noch etwas weiter oben findet sich eine aus weißen Steinen gemauerte Gedenkstätte, wo der Satz aus Jeremia 31,20 zu lesen ist: (Gott spricht:) "Denn sooft ich ihn auch ermahnt habe, will ich mich doch an ihn immer wieder erinnern."
Geht man auf der anderen, nördlichen Seite ein Stück hinunter, so sieht man ein gemauertes Bootsmodell, das an das Versinken des U-Bootes "Dakar" im Mittelmeer 1968 erinnern soll. Über dem Torbogen am Eingang stehen die Sätze aus Jeremia 31,8: (Gott spricht zum Volk Israel) "Ich werde sie sammeln von den äußersten Enden der Erde." und Jesaja 66,14: "Eure Knochen sollen grünen wie Gras."
An der gegenüberliegenden Seite im Bereich weiterer gefallenener Marine-Soldaten findet man die Bibelsätze Psalm 68,23: "Der Herr hat gesprochen: 'Ich bringe sie vom Baschan zurück, ich bringe sie zurück aus den Tiefen des Meeres." und Psalm 77,20: "Im Meer ist dein Weg und dein Pfad in großen Wassern, und deine Spuren kennt man nicht"
Noch etwas weiter unten findet sich das Denkmal für die gefallenen jüdischen Soldaten in der polnischen Armee im 2.Weltkrieg mit dem Bibelspruch 2.Samuel 1,23: "schneller waren sie als Adler und stärker als Löwen".
In der Nähe findet man ein 2.Mal auf dieser Gedenkstätte Jeremia 31,20: (Gott spricht:) "Denn sooft ich ihn auch ermahnt habe, will ich mich doch an ihn immer wieder erinnern."
Schließl;lich gelangt man unten in der Nähe des Nord-Ausgangs zur Gedenkstätte für die äthiopischen Juden, die auf ihrem Weg nach Israel umgekommen sind. Dort steht der Bibelspruch Jesaja 11,11: "An jenem Tag wird der Herr seine Hand von neuem erheben, um den übrig gebliebenen Rest seines Volkes zurückzugewinnen, von Assur und Ägypten, von Patros und Kusch (=Äthiopien), von Elam, Schinar und Hamat und von den Inseln des Meeres."
Der Herzlberg ist geöffnet sonntags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr und am Shabbat und an jüdischen Feiertagen von 9 bis 18 Uhr.
Website: Herzl-Berg.
Website des empfehlenswerten neuen Herzl-Museums am Herzlberg: http://www.herzl.org/English/

Im Stadtteil Kiryat Moshe südlich des Zentralen Busbahnhofs findet sich an der Ecke David-Wolffsohn-Straße/Sderot-Herzl (Straßenbahn) ein großes Mosaik als Standbild. Auf dem Mosaik sieht man einen Löwen und eine (Friedens-)Taube unter einem Regenbogen. Darunter steht der Bibelspruch auf Hebräisch aus Amos 1,2: Der Herr wird aus Zion brüllen und seine Stimme aus Jerusalem hören lassen."
Das Mosaik im Internet

Im Zentralen Busbahnhof befindet sich im obersten Stockwerk über dem Treppenaufgang folgender Biblspruch in Hebräisch: "Erbittet Frieden für Jerusalem! Wer Dich liebt, sei in Dir geborgen. Friede wohne in Deinen Mauern, in Deinen Häusern Geborgenheit. Wegen meiner Geschwister und Freunde will ich sagen: In Dir sei Friede. (Psalm 122,6-8)"

In der Nähe des zentralen Busbahnhofs an der südöstlichen Seite der Kreuzung Nordaustr./Yafostr. steht ein Denkmal für einen Teroranschlag, der an diesem Ort geschah. Man sieht eine aufgeschnittene Bombe. Hier steht auf hebräisch unter anderem: "Angesichts der Schrecken wird die Angst dennoch nicht siegen." Ganz unten liest man: "Gott wird ihr Blut (d.h. sie, die Terroropfer) auferwecken."

An der Kreuzung HaNevi'im-Str./Yafostr., am Platz "Kikar HaHerut" befindet sich ein Denkmal mit einer Davidka, einem kleinen, selbstgebauten israelischen Mörser aus dem Unabhängigkeitskrieg. Diese Waffe wurde bei der Verteidigung des eingeschlossenen Jerusalem eingesetzt. Auf dem Denkmal steht ein Satz aus 2.Kön 19,34 auf Hebräisch: (Gott spricht:) "Ich will diese Stadt schützen, um sie zu retten."

In Jerusalem gibt es im ehemaligen (1948-1967) Grenzübergang zwischen Israel und Jordanien am Mandelbaum-Gate (auch "Museum on the Seam" genannt; Adresse: Jerusalem, Chel Handassahstr.4, große Hauptstraße, die vom Damaskustor nach Norden führt, Museum in der Nähe des Kikar Pikud Merkaz) ein Museum, das sich mit Hilfe von Kunstausstellungen den Problemen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen Jerusalems und dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens widmet. Im Eingang befindet sich eine große Wand mit 1.Mose 13,8 in vielen Sprachen, auch auf deutsch: "Da sprach Abram zu Lot: Laß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten: denn wir sind Brüder."
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 10-17 Uhr, Freitag 10-14 Uhr, am Shabbat geschlossen.
Websites: Museum on the Seam und Mandelbaumtor.





In Jerusalem gibt es einen Bibel-Pflanzen-Pfad, und zwar im Botanischen Garten der Universität auf dem Givat Ram. Der Bibelpfad befindet sich in der hinteren (nördlichen) Hälfte des botanischen Gartens. 40 biblische Pflanzen werden auf Tafeln in englischer Sprache mit den entsprechenden Bibelstellen ausführlich erklärt. Der Botanische Garten befindet sich im Stadtteil Nayot in der Yehuda-Burla-Straße 1. Öffnungszeiten: Sommer:Son-Don: 9-19 Uhr; Fr:9-17 Uhr; Shabbat:9-18 Uhr, Winter: Son-Don: 9-17 Uhr; Fr: 9-15 Uhr; Shabbat: 9-17 Uhr; Website: http://en.botanic.co.il

In Jerusalem gibt es einen biblischen Zoo, in dem viele Tiere, die in der Bibel erwähnt werden, besichtigt werden können. Auf den Informationstafeln vor den Tiergehegen ist der Bibelsatz in Hebräisch und Englisch abgedruckt, so daß der Besucher anhand der Tiere die Bibel besser kennenlernt.
Der Zoo liegt im Süden Jerusalems im Stadtteil Manachat am Ende der Straße "Derech Gan HaKhayot", der nach Süden von der Schnellstraße "Eliyahu Golomb" abbiegt. Er ist geöffnet von Sonntag bis Donnerstag: 9-19 Uhr, am Freitag: 9 - 16.30 Uhr, am Schabbat und an jüdischen Feiertagen: 10 - 18 Uhr.
Website: http://jerusalemzoo.org.il/len/apage/11021.php.




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1.4. Südlich von Tel Aviv und Negev

Wenn man auf der Straße 40 zwischen Gedera und Rechovot fährt, findet man auf der westlichen Seite der Straße die Gedenkstätte der Fallschirmspringer, auf der sich in der Mitte in hebräischer Sprache der Satz aus Davids Totenklage über Saul und seinen Freund Jonathan in 2.Samuel 1,23 zu lesen ist: "schneller waren sie als Adler und stärker als Löwen". An der rechten Säule des Denkmals steht ein Satz auf hebräisch, der offensichtlich bedeutet, daß jemand Gottes Stimme hörte und sich daraufhin zur Verteidigung Israels einsetzte: "Eine Stimme rief mich, und ich bin gegangen; ich bin gegangen, denn die Stimme rief mich."

Gedera bestand schon in biblischer Zeit (Josua 15,36; 1.Chronik 4,23); 1884 wurde es neugegründet von religiösen Bilu-Zionisten (benannt nach den hebräischen Anfangsbuchstaben aus Jesaja 2,5: Beit-Ia'akov Lechu Unelcha ("Ihr, Haus Jakob, geht und laßt uns gehen (im Licht des Herrn)!"), denen besonders die Einhaltung des Sabbattages und Sabbatjahres wichtig war. Die biblische Bedeutung des Ortsnamens findet man auch in Hosea 2,8: Gott will Israel von den Verlockungen der heidnischen Götter abhalten, indem er für Israel den Gedera (den für es bestimmten Zaun) errichtet.
Die historische Straße der ersten Häuser ist die heutige Biluim-Straße. Sie zweigt ziemlich in Ortsmitte von der Fernstraße 40 nach Osten ab. Zunächst findet man rechts das älteste noch erhaltene Haus aus dem Jahre 1886. Noch weiter oben befindet sich unter der Hausnummer 21 das Museum. Ausstellung und Erklärungen im Museum sind zwar sehr gut, aber das Museum ist sehr klein. Eine Vergrößerung ist in der Zukunft vielleicht geplant. Im Museum sind Bibelsätze auf hebräisch und englisch zu lesen: 1.Chronik 4,23: "Sie waren Töpfer und wohnten in Netaim und Gedera - zusammen mit dem König zu seinem Dienst.". Die moderne Geschichte Gederas und des ganzen Israel wird unter 3 Bibelsätze gestellt: Jesaja 60,22: "Aus dem Kleinsten sollen tausend werden."; Jesaja 11,12: (Gott wird Israel sammeln) "von den 4 Ecken" (der Erde); Jesaja 60,22: "Der Geringste soll zu einem mächtigen Volk werden."
Das Museum ist geöffnet sonntags bis donnerstags von 8.30 bis 13.30 Uhr, mittwochs auch von 16 bis 18 Uhr, und am Freitag und Shabbat ist es geschlossen.
Website: http://gedera-m.org/english.htm.

An der Straße 3 nördlich von Qiryat Malachi liegt der Kibbuz Revadim. Neben dem Kibbuz wurde die Philisterstadt Ekron ausgegraben. Im Kibbuz befindet sich ein Museum mit Ausgrabungsfunden und rekonstruierten Gegenständen, die die Frühzeit des jüdischen Volkes im Land Israel veranschaulichen. So sieht man z.B. einen rekonstruierten Webstuhl und darüber den Satz aus Richter 16,13: (Simson sagt zu Delila:) "Wenn du die sieben Locken meines Kopfes mit gewebtem Stoff zusammenweben würdest"
Das Museum ist von Sonntag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und am Freitag von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet.
Websites: Gemsinisrael: Ekron und Ekron.

Auf der Straße 383, der Verbindungsstraße zwischen den Hauptstraßen 3 und 38, befindet sich etwas westlich vom Ort Gefen an der nördlichen Seite der Straße das Denkmal für die Gefallenen der Nachrichten- und Computereinheit. Es ist ein schlichtes Denkmal mit einem weißen Blitz auf blauem Untergrund. Daneben steht auf hebräisch der Satz aus Esra 3,13: "Und der Schall wurde bis in die Ferne gehört."

Gusch Etzion (Etzion-Block) ist eine Gruppe von religiösen Siedlungen, die schon vor dem Unabhängigkeitskrieg gegründet wurden, dann von der jordanischen Armee erobert, zerstört (dabei wurden auch die gepflanzten Bäume ausgerissen) und ihrem Staatsgebiet bis 1967 eingegliedert wurden. Nach dem 6-Tage-Krieg 1967 wurden die zerstörten Siedlungen wiederaufgebaut. Das Museum der Geschichte des Gusch Etzion ist im sogenannten "Deutschen Kloster" (German Monastery) der Siedlung Kfar Etzion untergebracht. Dieses rekonstruierte Gebäude war die letzte Stellung der Verteidiger und im Keller war das Waffenlager. Dort kann man eine sehr bewegende Multi-Media-Vorführung anschauen (auch auf deutsch und englisch möglich), in der vom schweren Schicksal der Bewohner hört, die auch unter schwersten Angriffen Gebet und Bibellesen nicht vergaßen und schließlich auch die Niederlage aus Gottes Hand nahmen. Die Vorführung ist durchzogen von Bibelstellen und geistlichen Bezügen, ebenso wie das kleine Geschichtsbüchlein und die Bildersammlung, die man kaufen kann. Eines der Bilder zeigt ein Poster, das anläßlich der Wiederbesiedlung 1967 erstellt wurde: Dort sieht man, wie die Heimkehrer wieder den Boden kultivieren, und darüber stehen die Bibelsätze aus Jeremia 31,17: "Denn deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren." und Haggai 2,9: "Es wird die Pracht dieses zweiten Hauses größer sein als die des ersten, spricht der Herr der Heerscharen, und an diesem Ort werde ich Frieden geben, Spruch des Herrn der Heerscharen."
Das Museum der Geschichte von Kfar Etzion mit der Multi-Mediavorführung ist geöffnet sonntags bis donnerstags von 8.30 bis 13 Uhr und freitags von 8.30 bis 11 Uhr (am besten zuvor anrufen: Tel. 02- 993 51 60). Man erreicht den Gusch Etzion und Kfar Etzion am besten über die neue Straße von Jerusalem nach Hebron, die im südlichen Jerusalemer Stadtteil Gilo beginnt. Auf halbem Weg sind die Orte des Gusch Etzion gut ausgeschildert.
Websites: http://ilmuseums.com/museum_eng.asp?id=52 und http://www.gush-etzion.org.il/tourism/sound.htm.

Direkt vor dem Gazastreifen liegt das Museum "Ma'oz mul Aza" ("Schutzburg gegenüber Gaza"). Das Zentrum des Museum ist ein Verteidigungs- und Beobachtungsturm aus der Zeit der ägyptischen Angriffe während des Unabhängigkeitskrieges. Der Turm ist allein übriggeblieben vom 1.Siedlungsplatz des religiösen Kibbuzes Sa'ad, der 1 km entfernt wiederaufgebaut wurde. Das ganze Museum ist geprägt von der Haltung "Glauben und Arbeiten (einschließlich Kämpfen)". Im Erdgeschoß wird diese Lebenshaltung durch die Ausstellungsstücke veranschaulicht: Die Bibel-(Torah-) Rolle wird bei der Kibbuzgründung feierlich hineingetragen, man sieht Photos von Menschen beim Gebet und bei religiösen Feiern zusammen mit Bildern von der harten Aufbauarbeit. In einem in Originalgröße nachgebauten Gefechtsstand liegt neben dem Gewehr eine kleine Torahrolle. Im 1.Stock wird ein Film gezeigt (auf englisch möglich), in dem Gott für seine Hilfe bei der erfolgreichen Verteidigung gedankt wird: So wird es z.B. als Wunder Gottes bekannt, daß der erste, blind abgefeuerte Schuß der einzigen Kanone direkt den Befehlsstand des ägyptischen Kommandeurs traf, worauf sich die Ägypter zurückzogen in völliger überschätzung der israelischen Feuerkraft und Spionageinformationen. Auf dem Beobachtungsdach, von wo aus man noch heute den Gazastreifen und Gaza gut sehen kann, findet sich eine religiöse Beobachtungstafel: Man mußte auch am Schabbat die feindlichen Truppenbewegungen beobachten, wollte aber durch das Notieren der Beobachtungen nicht das Schreibverbot des Schabbat brechen. So wurde eine Tafel entwickelt, wo auf der Längsachse die Tageszeiten und auf der Hochachse die Truppengattungen verzeichnet sind. Jedes Feld enthält einen Haken. Die Beobachtungen wurden durch das Aufhängen eines Ringes am jeweiligen Haken festgehalten; die Zahl der Ringe bezeichnete z.B. die Zahl der Panzer.

Man erreicht das Museum von der Straße 232 aus, die von der Hauptatraße 25 (Netivot - Gaza) abzweigt. Fährt man auf der Straße 232, so biegt man in der Nähe des Kibbuz Sa'ad direkt neben der Tankstelle in Richtung Kfar Aza ab. Nach wenigen hundert Metern biegt man auf eine schmale Straße nach links ab. An dieser Abzweigung sieht man auf dem Hügel den kleinen Beobachtungsturm. Die Hinweisschilder sind aber leider klein und nur hebräisch geschrieben. Es gibt keine festen Öffnungszeiten. Man muß sich zuvor telefonisch anmelden (Tel. (052) 3726644, 08-6800403).
Websites: http://www.saad.org.il/saadin.html .

In En Gedi findet sich auf dem archäologischen Gelände der spätantiken Synagoge an der Mauer des Kassenhauses auf Hebräisch der Bibelspruch:"Eine Hennablüte ist mein Geliebter mir aus den Weinbergen von En-Gedi." (Hoheslied 1,14)
Website:Ein Gedi Synagoge

In Be'er Sheva findet sich im Stadtzentrum neben dem Kikar HaZionut die Gefallenen-Gedenkhalle Yad leBanim. Auf dem Platz vor der Gedenkhalle sieht man eine Skluptur, die an die Opfer des Holocaust erinnern soll. Dort liest man auf hebräisch und englisch den Satz aus Esther 9,28: "Und ihr Andenken soll nicht untergehen bei ihren Nachkommen."

In der Gedenkstätte der Negev-Brigade findet man gleich vorne links findet auf einem kleinen Steinsims den Satz auf hebräisch aus 2.Könige 2,12: "Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!"
Das Denkmal der Negev-Brigade liegt am Stadtrand von Be'er Sheva direkt nördlich der Straße 60, die nach Nordosten führt.

Direkt südlich derselben Straße 60, die Be'er Sheva nach Nordosten verlässt, findet man den biblischen Tel Be'er Sheva. Inmitten des sehr gut ausgegrabenen Ortes findet man eine ganze Reihe von Bibelstellen, die sich auf das städtische Leben beziehen, z.B.: Sprüche Salomos 1,21: (Die Weisheit) "Am Anfang der Mauern predigt sie, am Eingang der Tore in der Stadt hält sie ihre Reden." - Sprüche 7,6: Denn am Fenster meines Hauses durch das Gitter habe ich Ausschau gehalten."
Öffnungszeiten wie in allen Nationalparks: Sommer: 8-17 Uhr; Winter: 8-16 Uhr. Website

Ein besonders empfehlenswertes Museum ist Mizpe Revivim. Dieser heutige Kibbuz begann in den 1943 als landwirtschaftliche Versuchsstation ("Revivim" heißt "Regenschauer" (die "Regen") und wurde benannt nach Micha 5,6: "Und der Überrest Ya'aqovs (Jakobs) wird wie Regenschauer aufs Gras sein.). Der ganze Bereich der ehemaligen landwirtschaftlichen Versuchsstation ist Museum (unter freiem Himmel und Austellungen in Gebäuden). Man erfährt hier sehr viel über das erfolgreiche Unternehmen, die Negevwüste zu begrünen, was ja auch eine Erfüllung biblischer Verheißungen ist. Außerdem sind noch die umfangreichen Verteidigungsanlagen zu sehen, die während des ägyptischen Angriffes im Unabhängigkeitskrieg 1948 voll zum Einsatz kamen. So sieht man unter anderem ein Lazarett für Verwundete, das in einer alten byzantinischen Höhle eingerichtet war. Daneben sind noch eingerichtete Wohngebäude aus der Anfangszeit des Kibbuz zu besichtigen. Im sogenannten Ausstellungsraum im Hauptbereich der ehemaligen Versuchsstation ist auch der Bibelsatz aus Jesaja 61,4 auf Hebräisch zu lesen: "Und sie werden die uralten Trümmer aufbauen, die Verwüstungen der Vorzeit aufrichten; und sie werden die verödeten Städte erneuern, was wüst lag von Generation zu Generation." Außerdem kann man originale Verbindungsflugzeuge sehen, die die eingekesselten Kibbuzim im Unabhängigkeitskrieg versorgten. Man braucht für dieses Museum mehrere Stunden. Im Besuchergebäude am Eingang kann ein informativer und vorzüglicher Film gesehen werden, auch auf Deutsch.
Man gelangt zum Museum Mizpe Revivim von der Straße 222 aus, die sich südwestlich von Beer Sheva befindet. Man muß nicht durch den heutigen Kibbuz Revivim fahren, sondern kann die direkte, mit "Mizpe Revivim" ausgeschilderte (zunächst ist gleichzeitig Kibbuz Retamim ausgeschildert) Zufahrt benutzen, die etwas nördlich vom Kibbuz Revivim von der Hauptstraße 222 abbiegt. Mizpe Revivim ist geöffnet sonntags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Websites: http://ilmuseums.com/museum_eng.asp?id=125 und http://mitzpe-revivim.net/index.php?m=text&t=7402.

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1.5. Der nördliche Küstenbereich

Das Denkmal der Grenztruppen befindet sich westlichen Ausläufer des Karmelgebirges. Das Denkmal ist etwas schwer zu finden. Man biegt von der Straße 65 (Afula - Hadera) an der Abzweigung "Zomet Iron" nach Süden ab. Gleich 20 m hinter dem Zomet Iron muß man wieder links (nach Osten) abbiegen. Nun fährt man durch einen Tunnel unter der Straße 65 sozusagen wieder zurück nach Norden. Hinter dem Tunnel ist man dann gleich beim Denkmal. An der langen Wand des Denkmals kann man auf hebräisch den Satz aus Jeremia 15,20 lesen: (Gott spricht:) "Ich werde dich für dieses Volk zu einer festen, ehernen Mauer machen. Sie werden gegen dich kämpfen und werden dir nichts anhaben können."
Seit neuestem ist nun an der Gedenkstätte auch das Museum der Grenztruppen (Magav - Mishmar HaGvul) geöffnet, das sehr empfehlenswert ist und die Geschichte und Leistungen der Grenztruppe zeigt, die sich aus allen Volksgruppen Israels zusammensetzt (mit einem starken drusischen Anteil). Man bekommt einen Eindruck der neuen Herausforderungen durch den Terror, der von den palästinensischen Autonomiegebieten ausgeht. Außerdem werden verschiedene Filme gezeigt, die wie die gesamte Führung auf Hebräisch oder Englisch gehört werden können. Im Museum wird aller gefallener Soldaten der Grenztruppen gedacht, auch des am 29.12.2000 gefallenen zionistischen Christen Yonathan Vermeulen. Hier seine Geschichte:
Der Stabsunteroffizier Yonatan Vermeulen wuchs im christlichen Moshav Nes Ammim in Westgaliläa auf. Im Alter von 4 Jahren kam er 1975 mit seinen Eltern, die zionistische Christen sind, aus den Niederlanden nach Israel. Ein offizielles Plakat des Jüdischen Nationalfonds, mit dem dieser für die Baumpflanzung in Israel wirbt, zeigt den kleinen Yonatan beim Pflanzen eines Bäumchens. 1990 kehrte die Familie Vermeulen in die Niederlande zurück, weil Nes Ammim nur Voluntäre für einige Jahre aufnimmt.
Yonathan aber spürte in den Niederlanden, dass dies nicht sein Platz ist, und empfand tiefe Sehnsucht nach Israel. Nach Überwindung von Schwierigkeiten erfüllte ihm die israelische Armee Zahal seinen größten Wunsch, Berufs-Soldat bei Zahal in einer besonders gefährlichdeten Pionier-Spezialeinheit der Grenz-Truppen zu werden. Seine Aufgabe war unter anderem, arabische Bomben zu entschärfen. Am 29.Dezember 2000 wollte Yonathan Vermeulen zusammen mit einem anderen Soldaten eine Straßenbombe im Gazastreifen entschärfen. Palästinensische Intifada-Terroristen aber warteten diesmal im Hinterhalt. Als der Entschärfungstrupp die Bombe unschädlich machen wollte, zündeten sie eine und dann eine zweite Bombe. Der 29-jährige Yonathan wurde dadurch in Sekundenbruchteilen getötet.
Yonathan wurde im Kibbuz Hanita beerdigt, der als Frontkibbuz direkt an der libanesischen Grenze in all den Jahrzehnten viele Opfer für den Staat Israel und den Zionismus erbracht hat. Die Beerdigung war wahrhaft ökumenisch: Ein katholisch-holländischer Priester hielt zusammen mit einem Militär-Rabbi den Gottesdienst. Der Rabbi sang jüdische Gebete. Die Kameraden der Grenz-Truppen erwiesen ihm alle militärische Ehren. Die Mitglieder des Kibbuz sagten, dass sie sich dadurch geehrt fühlten, dass diese Zeremonie an ihrem Wohnort abgehalten wird. Yonathans Mutter Megiel sagte: "Dies ist das Heilige Land. Wir spürten immer eine besondere Verbindung, und nun nach allem, was geschehen ist, haben wir eine Bluts-Verbindung, die niemals mehr aufgelöst werden kann. Wir sind sehr stolz auf Yonathan."
Sie können im Museum nach der persönlichen Akte von Yonathan fragen. Sie steht jedem Besucher offen und enthält viele bewegende Bilder und Schriftstücke aus seinem Leben.
Das Museum ist geöffnet von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. (Fax-Nr. 06-6 35 57 49)

Am Rand von Pardes Hanna-Karkur befindet sich das Denkmal der Nachal-Brigade. Die Nachal ist eine Truppengattung, die neben dem rein militärischen Dienst auch Landwirtschaft und die Gründung landwirtschaftlicher Siedlungen betreibt. Im Abzeichen der Nachalbrigade steht der Bibelsatz aus Joel 4,13: "Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif." Das Wort "Nachal" ist die Abkürzung für "No'ar chaluzi lochem" ("kämpfende Pionier-Jugend"). über den Namen der Gefallenen am Denkmal steht auf hebräisch der Satz aus Jesaja 56,5: (Gott spricht:) Und ich will ihnen in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben."
Wenn man die Hauptstraße 652 in Pardes Hanna-Karkur nach Norden fährt, so biegt man im nördlichen Ortsbereich nach Westen in die Straße 651 und fährt den Berg hinauf. Vor der Eisenbahnbrücke befindet sich auf der rechten Seite das Denkmal.

In Zichron Ya'aqov südlich von Haifa befindet sich das Artillerie-Museum der israelischen Armee. Dort sind auf einem Denkmal auch die Namen der gefallenen Soldaten aufgeschrieben. Davor findet sich in großen Buchstaben der Satz aus 2. Sam 23,8: "Dies sind die Namen der Helden."
Das Museum liegt etwas versteckt. Geht man im Zentrum die historische Gründerstraße (HaMeyasdim Str.) bis zum Ende nach Süden, kommt man zu einem Kreisverkehr. Von dort biegt man in Richtung Südost in die Aharonstraße (Richtung Binyamina). Nach etwa 500 m biegt man nach links ab in eine Stichstraße, an der eine Schule, ein Bürgerzentrum, das Sportan-Sport-Zentrum und hinten eben das Artillerie-Museum liegen.
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag: 9-17 Uhr, Freitag: 9-13 Uhr; Shabbat und jüdische Feiertage: 10-15 Uhr.

In Haifa gibt es das Clandestine Immigration and Naval-Museum ( Es wrd hier besonders auch die Geschichte der Ma'apilim veranschaulicht, die Einwanderer waren, die der Nazivernichtung entkommen waren, auf geheime Weise mit Booten nach Israel einwanderten und auf dem Weg in Gefahr standen, von der britischen Marine abgefangen zu werden.). Dieses Museum schildert auf bewegende Weise das schwere Schicksal der Ma'apilim und ist mit vielen Bibelsprüchen versehen. Gleich im Eingangsbereich sieht man ein aufgeschlagenes Buch aus Stein, auf das die Verse 3, 16, 23, 26, 27, 29 und 30 aus Psalm 107 auf Hebräisch geschrieben sind: "Und aus den Ländern hat er (Gott) sie gesammelt, vom Osten und vom Westen, vom Norden und vom Meer. Denn er hat die ehernen Türen zerbrochen und die eisernen Riegel zerschlagen. Die sich mit Schiffen aufs Meer herabbegeben, auf großen Wassern Handel treiben; - sie fahren hinauf zum Himmel, sinken hinab in die Tiefen, in der Not zerschmilzt ihre Seele, - so daß sie taumeln und schwanken wie ein Betrunkener, und all ihre Weisheit sich als nichtig erweist. Er (Gott) verwandelt den Sturm in Stille, und die Wellen legen sich. Und sie freuen sich, daß sie sich beruhigen, und er führt sie in den ersehnten Hafen." In einem Schaukasten ist zu sehen, wie Juden in all der Not bei der gefährlichen Einwanderung ihren Glauben bewahrten und ausübten. Dort ist ein in Deutschland herausgegebenes "Hebräisches Gebetbuch" zu sehen und dazu ist auf Hebräisch und Englisch ein Satz aus 3.Mose 22,31: "Und ihr sollt meine Gebote halten und nach ihnen leben." In einem anderen Schaukasten sieht man Einwanderer, die mit Flugzeugen kommen und mit Lastwagen zum Aufbau eines Kibbuz fahren. Hier steht der Bibelsatz auf Hebräisch und auf Englisch aus Sacharja 8,7: "Siehe, ich will mein Volk erlösen aus dem östlichen Land und aus dem westlichen Land." Auf weiteren Schautafeln stehen auf Hebräisch und auf Englisch folgende Bibelsätze: Psalm 111,9: "Er sandte Erlösung zu seinem Volk."; Jesaja 60,11: "Und deine Tore werden immer offen sein; Tag und Nacht werden sie nicht geschlossen werden." und Hesekiel 28,25-26: "Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammeln werde, unter welche sie zerstreut worden sind, ... dann werden sie in ihrem Land wohnen ...und sie werden Häuser bauen und Weinberge pflanzen."
DasClandestine Immigration and Naval-Museum befindet sich am Anfang der Allenby-Straße am nordwestlichen Ende Haifas in Meeresnähe und ist geöffnet sonntags bis donnerstags von 9 bis 16.
Website 1 und Website 2.

Die technische Hochschule Technion in Haifa lädt ein zum "Coler California Visitors Center". Dort kann man durch Filme und Computerprogramme etwas darüber erfahren, wie sich mit Gottes Hilfe die technische Entwicklung in Israel voranschreitet und so auch den Zionismus stärkt. In der Eingangshalle ist auf eine großen Tafel auf Hebräisch und auf Englisch ein Satz aus Sprüche 3,13 geschrieben: "Glücklich ist der Mensch, der Weisheit findet und der Mensch, der Einsicht gewinnt."
Das Besucherzentrum des Technions ist von Sonntag bis Donnerstag von 8 bis 15.30 Uhr geöffnet. Das Technion liegt am Hang des Karmelberges im Südosten Haifas und ist gut ausgeschildert.
Website: http://pard.technion.ac.il/coler-visitors-center/

In Nahariya gibt es am Meer ein Denkmal für die Ma'apilim (d.h. für die Einwanderer, die der Nazivernichtung entkommen auf geheime Weise nach Israel einwanderten und auf dem Weg in Gefahr standen, von der britischen Marine abgefangen zu werden), die hier in diesem Küstenabschnitt an Land gebracht wurden. Das Denkmal besteht aus übereinanderliegenden Felsen und Vögeln aus Metall, die diese Felsen frei überfliegen.An einem Felsen rechts sind auf Hebräisch die Worte aus Jeremia 31,17 geschrieben: "Denn deine Kinder werden in ihr Gebiet zurückkehren."
Das Denkmal liegt am Strand etwas südlich der Abzweigung der Margo'astr. von der HaMa'apilimstr. Man geht am Zaun der Polizeikaserne entlang und kommt direkt zum Denkmal.

In Rosh HaNikra befinden sich 2 Bibelverse auf Englisch auf dem Weg durch die Grotten:
Innerhalb der "Big Grotto": "Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser, gewaltiger als die Brandung des Meeres ist der Herr in der Höhe." (Psalm 93,4)
und außerhalb der Grotten direkt über dem Meer am "Elephant's Leg": "Herr, wie zahlreich sind Deine Werke! Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist voll von Deinen Geschöpfen. Da ist das Meer so groß und weit ..." (Psalm 104,24-25)
Website: http://www.akko.org.il/de/Das-Naturwunder-Rosh-Hanikra

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1.6. Zwischen Jerusalem und dem See Genezareth

Am Rand von Ariel gibt es das Hotel "Eshel HaShomron" (auf deutsch: "die Tamariske von Samaria"). Der Name wurde gewählt in der Erinnerung daran, daß Abraham kurz nach seiner Einwanderung in das verheißene Land Israel einen Tamariskenbaum pflanzte (1.Mose 21,33). Auf dem Parkplatz ist eine Tafel in verschiedenen Sprachen aufgestellt, auf der der Satz aus Jeremia 31,5 steht: "Wiederum sollst du pflanzen Weingärten auf den Bergen Samarias." Daneben sieht man schon kleine Weinstöcke, die Besucher aus Solidarität mit Israel gepflanzt haben. Außerdem gibt es einen großen Bibelgarten (http://schalomchaverim.com/tag/ariel/).
  
links: Innenanlage des Hotels "Eshel HaShomron" mit Swimming-Pool; rechts: Tafel mit Jer 31,5.
Hotel "Eshel HaShomron", POB 1822, 44 837 Ariel, Tel.03-936 68 41; Fax 03-936 43 67
Website: Eshel HaShomron

Am Tel Yisre'el (neben dem Kibbuz Yisre'el, südlich von Afula) sind 2 große Tafeln aufgestellt, die auf Hebräisch die beiden wichtigsten biblischen Geschichten dieser alten Hauptstadt des Nordreiches Israel erzählen: 1.Könige 21 ("Naboths Weinberg"); 2.Könige 9,17-34 ("Jehus Aufstand").
Website: Tel Yisre'el

Im Museum "Bet Sturman" im Kibbuz En Harod (an der Straße 71 zwischen Bet Shean und Afula gelegen) befindet sich die Bibel von Charles Orde Wingate. Wingate war ein britischer Offizier und praktizierender, bibelgläubiger Christ, der aus seinem christlichen Glauben heraus den Zionismus und die jüdischen Selbstverteidungstruppen unterstützte, indem er ein spezielles Nachtgeschwader zur Terrorbekämpfung gründete und trainierte.. Ein besonderes Vorbild war für ihn der Richter Gideon, der sich hier in der Nähe bei der Quelle (En Harod, danach wurde auch der erwähnte Kibbuz benannt) mit dem Heer der Israeliten lagerte, um gegen die eingefallenen Midianiter zu kämpfen. Die Geschichte der Bibel ist hier im Museum beschrieben: Nachdem Wingate im 2.Weltkrieg gefallen war, wollte seine Frau seine Bibel mit dem Fallschirm uber einem eingeschlossenen Kibbuz in Galiläa abwerfen, um den Belagerten Mut zu machen.
Das Bet Sturman ist geöffnet von Sonntag bis Donnerstag von 8 bis 15 Uhr und am Schabbat von 11 bis 15 Uhr.
Zwei Häuser neben dem Museum und unterhalb von ihm (nach Überquerung der Straße) befindet sich das Hauptquartier der von Wingate gegründeten Anti-Terrortruppe (SNS). Eine Tafel mit der Überschrift "Base Special Night Squads "S.N.S."" beschreibt die Bedeutung des Gebäudes.
Website: http://ilmuseums.com/museum_eng.asp?id=116

In Nacharayim am Einfluß des Jarmuk in den Jordan, einige Kilometer südlich vom See Genezareth, findet man ein Denkmal zur Erinnerung an die Ermordung von 7 zwölfjährigen israelischen Mädchen durch einen jordanischen Grenzsoldaten im März 1997. Für jedes Mädchen ist auf einer großen Fläche der Name mit andersfarbigen Blumen geschrieben. Auf Tafeln findet man auch mehrere Bibelsprüche: "Denn es ist ein heiliges Opfer, es wird ein heiliges Opfer der Israeliten sein ..." (2.Mose 29,28); "und er (der Gerechte) geht zum Frieden ein. Sie ruhen auf ihren Lagern." (Jesaja 57,2). Auf einer Tafel sind die Photos der 7 Mädchen zu sehen mit dem Bibelspruch aus Ps 1,3: "Der ist wie ein Baum gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht."
vorne: Gedenktafel mit den Photos der ermordeten Mädchen und Ps 1,3; hinten: die mit Blumen geschriebenen Namen der Mädchen.
Wenn man auf der Straße 90 (Bet Shean - See Genezareth) fährt, liegt die Abzweigung direkt südlich vom Kibbuz Ashdot Ya'akov Ichud mit dem Wegweiser "Peace Island" (Friedensinsel). Nach einigen hundert Metern kommt man zum dem beschriebenen Denkmal.
Website: http://www.ekinneret.co.il/site/eng/ip.asp?cat=36&pa_cat=6&biz_id=48.

Im Gründermuseum des ersten Kibbuz, Deganya, findet sich ein Photo aus der Gründerzeit mit den Bibelworten aus Hesekiel 36,34: "Das verwüstete Land soll bearbeitet werden."
Ebenfalls in diesem Museum findet sich eine Gedenktafel für die bei der Verteidigung des Kibbuz (der berühmte syrische Panzer im Hintergrund) Gefallenen mit Worten aus 2.Samuel 1,27: "Wie sind die Helden gefallen!"
Das Museum ist geöffnet von Sonntag bis Donnerstag: 9-12 Uhr.
Websites: http://www.ekinneret.co.il/site/eng/ip.asp?cat=36&pa_cat=6&biz_id=48 .

Auf dem Friedhof des Kibbuz Deganya (wo auch die berühmte Dichterin Rachel begraben ist) direkt neben dem Jordan an der Hauptstraße und an der Zufahrt nach Yardenit findet man an einer Gedenkmauer direkt im Eingangsbereich den Bibelsatz aus Jer 31,20: "Denn sooft ich ihm auch Vorwürfe mache, muss ich doch immer wieder an ihn denken."

Im Kibbuz Tel Qazir am südöstlichen Ende des Sees Genezareth gibt es ein kleines Museum über die Geschichte des Kibbuz, besonders über die schwierigen Jahre unter regelmäßigem syrischen Beschuß von 1948 bis zur israelischen Eroberung der Golanhöhen 1967. Im Kibbuz gibt es ein nach 1967 aufgenommenes Photo einer syrischen Geschützstellung, vor der Israel mit dem Jordantal und dem See Genezareth wie auf dem Präsentierteller liegt und auf dem ein Satz aus Hes 34,27-28 steht: Gott spricht: "Und sie (die Israeliten) sollen .. auf ihrem Land wohnen; ... sie sollen sicher wohnen und niemand soll sie erschrecken."
Das Museum ist klein, aber hat sehr interessante Anschaungsstücke. Die Kibbuzgeschichte steht stellvertretend für die schwierigen Anfangsjahre Israels insgesamt. Das Museum ist auch für einen Gruppenbesuch geeignet und hat keine bestimmten öffnungszeiten. Man muß sich vorher bei Frau Dvora Ortenberg anmelden (Tel. 06-675 68 09), die auch fließend Englisch spricht.

In Tiberias findet auf dem Platz an der Kreuzung HaYardenstr./HaAtzma'utstr. neben der Hauptpost ein Denkmal mit einer alten Kanone aus dem Unabhängigkeitskrieg. Dort ist Psalm 2,7 aufgeschrieben: "Du wirst sie mit einem eisernen Stab zerschlagen, wie Krüge wirst du sie zerschmeißen."

In Tiberias gibt es eine Multi-Dia-Show über die Geschichte Galiläas von Abraham bis in die Gegenwart. Sie ist sehr biblisch, sehr tief und sehr bewegend. Auch der moderne Zionismus wird von der Bibel her erläutert. Die Show gibt es unter anderem auch in Deutsch.
Diese Multi-Dia-Show kann man im Kino von Galilee Experience sehen. (Galileeexperience) Es befindet sich direkt am See Genezareth im Ortszentrum an der Seepromenade (Tayyelet Yig'al Allon), und zwar in dem Gebäude, das in den See hineingebaut wurde neben dem Marinahafen. Galilee Experience betreibt auch einen Laden mit biblischen und israelischen Artkeln und befindet sich im 1.Stock. Der Eingang liegt an der seeabgewandten Seite.
Öffnungszeiten von Galilee Experience: Montag bis Donnerstag: 9 - 23 Uhr, Freitag: 9 - 15 Uhr.

Ein KKL-Baumpflanzungszentrum, wo jeder für ca. 15 DM einen Baum im Land Israel gemäß Jes 41,19 und Hes 36,8 pflanzen kann, liegt in der Nähe der Golani Junction (Kreuzung). Im Pflanzungszentrum befindet sich auf einem kleinen Hügel ein Denkmal für die freiwilligen Mitkämpfer in der israelischen Armee, die aus Südafrika stammten und gefallen sind. über den Namen der Gefallenen steht ein Satz aus Hes 16,6: Gott spricht: "Ich sprach zu dir, der du in deinem Blut lagst: Lebe!"
Das Pflanzungszentrum ist ausgeschildert und liegt an der Straße 77 nach Tiberias ungefähr 1 km östlich von der Golani Junction. Normalerweise ist das Pflanzungszentrum tagsüber geöffnet.
Website: http://inisrael.com/kkl/index.html

Im Museum der Golanibrigade an der Golanikreuzung (Kreuzung der Straßen 65 und 77) steht auf dem Hauptdenkmal der Satz aus Psalm 18,35: "Er (Gott) lehrt meine Hände zu kämpfen und meinen Arm, den eisernen Bogen zu spannen."
Das Museum ist geöffnet von Sonntag bis Donnerstag, 9 -16 Uhr; Freitag, 9-13 Uhr; Schabbat 9 -17 Uhr.
Website: http://ilmuseums.com/museum_eng.asp?id=110

Im Kibbuz En Gev an der Ostküste des Sees Genezareth gibt es ein Denkmal für die israelischen Verteidigungsstreitkräfte, gerade auch angesichts der Opfer, die der Kibbuz En Gev bis 1967 bringen mußte, weil er eingeklemmt war durch den See Genezareth und die wenige hundert Meter entfernten syrischen Kanonen. Neben bem Denkmal sieht man die Skulptur einer Frau, die ein Kind mit ihren Händen nach oben hebt, und eine Davidka, der früher von Israel selbst gebaute Mörser. An der Wand der Gedenkstätte steht auf hebräisch ein Satz aus Nehemia 4,12: "Und die Bauenden hatten ein jeder sein Schwert um seine Lenden gegürtet und bauten."
Man gelangt zu dieser Gedenkstätte, wenn man vor dem Eingang des berühmten Fischrestaurants am Seeufer steht und dann den Weg links vom Fischrestaurant geradeaus weitergeht, bis man zu einem Kinosaal mit einer runden Wand kommt. Man geht die runde Wand entlang - geradeaus und dann mit einer Rechtskurve. Am Ende dieses Weges sieht man den See Genezareth und ist an der Armee-Gendekstätte.

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1.7. Nördlich vom See Genezareth

Das biblische Bethsaida (z.B. Lk 9,10) ist jetzt ausgegraben, Teil eines Nationalparks und mit Erklärungen für Besucher ausgestattet. Dabei ist diese Stätte gegenüber anderen archäologischen Orten dadurch hervorzuheben, daß für die Erklärungen sehr viele Bibelstellen verwendet wurden.
Die Ausgrabungen von Bethsaida befinden sich im Park HaYarden. Nachdem man von West nach Ost direkt nördlich vom See Genezareth den Jordan überquert hat, biegt man bald nach Nord links in die Straße 888 ab, die parallel zum Jordan verläuft. Nach einigen hundert Metern weist ein Wegweise auf den Park HaYarden hin. Direkt hinter dem Wärterhaus biegt man ganz nach links und ereicht nach ca. 500 m den Ausgrabungshügel von Bethsaida.
Öffnungszeiten: täglich 8-16 Uhr.
Websites: The Betekha, Bethsaida, Majrase and Zaki Nature Reserve und http://bibleplaces.com/bethsaida.htm .

Auf dem Denkmal des Golan-Panzermuseums an der Zomet (Abzweigung) Qazrin an der Straße 87, dem Ort des weitesten Vordringens der Syrer im Yom-Kippur-Krieg, steht ein Satz aus Jesaja 66,15: "Er (der Herr) wird kommen mit Feuer und seine Kampfwagen wie ein Sturmwind."

In Zefat befindet sich an der Fußgängerzone "Yerushalayim", die gleichzeitig Panaoramweg ist, ein Denkmal für die Kämpfe in Zefat im Unabhängigkeitskrieg. Dort ist eine Davidka zu sehen, der einfache, in Israel selbst gebaute Mörser, und daneben steht an der Wand der Satz aus Jeremia 1,18: (Gott spricht:) "Ich mache dich heute zu einer festen Stadt, zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer ."

Die Stadt Rosh Pina, die um 1880 als eine der ersten zionistischen Siedlungen gegründet wurde, heißt auf Deutsch "Eckstein", und dieses Wort ist aus der Bibel entnommen, nämlich dem Satz Psalm 118,22: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden." Dieser Bibelsatz steht am unteren Rand des Stadtwappens (mit einem pflügenden Bauern), das man überall in der Stadt sieht.
Direkt gegenüber der historischen Gründungszelle von 1880 ("Moshawa Rishonim" genannt) befindet sich in der Ha'irus-Straße ein wunderschöner Ausblick auf das Huletal mit einem Gedenkstein und der Bibelstelle aus Jeremia 17,8: "Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt."

Im oberen Jordantal nördlich vom See Genezareth gibt es die Dubrovinfarm. Die Dubrovins, eine christliche Familie aus Rußland, wanderten im letzten Jahrhundert ein, um Israel und den Zionismus zu unterstützen. Sie gründeten ihre Farm dort im Hule-Sumpftal, wo viele nicht überlebten. In der Museumsfarm kann man eine Diashow sehen, in der vieles über den biblischen Glauben als Grundlage für den harten Einsatz und die Ausdauer der erstem Siedler zu hören ist und darüber, wie gesegnet die zionistischen Bemühungen um eine Urbarmachung des Hulesumpfes waren.
Die Dubrovinfarm ist geöffnet täglich von 9 bis 16 Uhr.
Man erreicht die Dubrovinfarm über die Hauptstraße 90 zwischen dem See Genezareth und Metulla. Kommt man von Süden, dann fährt man an den Abzweigungen, die rechts nach Yesud HaMa'ala und links nach Sede Eli'ezer führen vorbei weiter nach Norden. An der nächsten Abzweigung ist dann unter anderem die Dubrovinfarm ausgeschildert und man biegt von der Straße 90 nach rechts ab.
Website 1 und Website 2.

Im nördlichen Bereich des Huletales kann man von der Hauptstraße 90 an der Zomet (Abzweigung) Koah nach Obergaliläa hinauffahren. Hat man auf dieser Serpentinenstraße die Höhe erklommen, kann man direkt vor der Abzweigung links nach Zefat nach rechts abbiegen zur alten Polizeifestung "Mezudat Yesha", auch "Mezudat Koah" oder arabisch "Nebi Yusha" genannt. Hier fanden im Unabhängigkeitskrieg schwere Kämpfe statt und an der Gedenkstätte findet sich an einer Wand auf hebräisch der Satz aus 2.Samuel 1,19: "(Deine) Pracht, Israel, ist auf deinen Höhen tödlich verletzt. Wie sind die Helden gefallen." Außerdem hat man von hier einen wunderschönen Blick in das Jordan- und Huletal.

Über dem Kibbuz Shear Yashuv stoßen am 4.2.1997 2 Hubschrauber zusammen, fallen auf den Boden, und beide brennen dort lichterloh.
In der Woche des Unglücks war folgender Bibelabschnitt aus dem Propheten Jesaja die schon immer feststehende jüdische Prophetenlesung für diese Woche: Jesaja 7,1-6. Dies ist eine der nur 3 Stellen, wo in der Bibel das Wort "Shear Jashuv" (dort Name eines Sohnes Jesajas) erwähnt wird, nach dem genau der Kibbuz benannt wurde. Dann ist hier von der Feindschaft der Aramäer (=Syrer) die Rede ("dem Zorn Rezins und der Aramäer" Vers 4), so wie die Hubschrauber gegen die von Syrien unterstützte, aggressive Hisbollah flogen. Schließlich ist auch noch von 2 Brandscheiten die Rede, die nur noch rauchen, so wie die beiden Hubschrauber brannten und dann nur noch rauchten. Das kann kein Zufall sein, sondern Bibelsatz und Ereignisse passen so zusammen, daß es zeigt, daß der lebendige Gott auch hier Israel nicht vergessen hat, sondern ihm auch auf seinem schweren Weg voller Leid beisteht und es beschützen wird. So sagt Gott in diesem Bibelabschnitt im Zusammenhang mit den Drohungen der Aramäer (Syrer): "Bewahre die Ruhe, fürchte dich nicht! Dein Herz soll nicht verzagen wegen dieser beiden Brandscheite." (Vers 4)
Zwar kommen alle 73 Soldaten in den Hubschraubern um, aber wie durch eine Wunder stirbt kein Bewohner des Kibbuz und wird auch nicht verletzt. Trotz des schrecklichen Todes der Soldaten zeigten die Bewohner des Kibbuz ihren Glaubens an die gute Führung und den Schutz Gottes, der alles zu inem gute Ende führen wird (wie es in Jes 7 steht), sagten Gott Dank, daß er alle Bewohner des Kibbuz beschützt hat, indem sie an der Absturzstelle eine Glastafel auf einem Stein mit der Bibelstelle anbrachten mit dem Satz aus Psalm 91,11: "Denn er (Gott) wird seinen Engeln über dir befehlen, daß sie dich beschützen auf allen deinen Wegen."

Absturzstelle des einen Hubschraubers direkt im Kibbuz Shear Jashuv. Vor der Garage ist der Stein mit der Glastafel mit Ps 91,11 zu sehen.
Um diese Stelle zu finden, fährt man in den Kibbuz Shear Jashuv hinein, biegt ungefähr 100m hinter dem Tor die erste Straße nach links ab und findet dann nach ca. 50 m auf der linken Seite die Gedenktafel.
Die Absturzstelle des 2.Hubschraubers ist sehr gut mit Wegweisern "Helicopter Memorial" ausgeschildert. Man biegt zwischen den Kibbuzim HaGoshrim und Dafna von der Hauptstraße 99 ab und fährt am Friedhof des Kibbuz Dafna vorbei, um zu einem künstlerisch gestalteten Platz mit einem Wasserbach und Gedenksteinen für die gefallenen Soldaten zu gelangen. Am Haupt-Gedenkstein findet man den Bibelsatz aus Hiob 41,9: "Fest haftet jeder an dem anderen. sie sind verklammert und lösen sich nicht."

Von christlicher Seite findet man an ganz vielen Stellen die wunderbaren Rufertafeln der Marienschwestern aus Darmstadt/Deutschland.

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2. Einige der Orte, die seit 1870 gegründet und nach Bibelstellen benannt wurden

Der Name des Ortes findet sich jeweils im erwähnten hebräischen Bibelvers.

Me'a She'arim, gegründet 1874, 1.Mose/Genesis 26,12

Rosh Pinna (deutsch: "Eckstein"), gegründet 1879, Psalm 118,22

Rishon le Zion, gegründet 1882, Jesaja 41,27

Newe Zedeq (Tel Aviv), gegründet 1887, Jeremia 50,7

Rechovot, gegründet 1890, 1.Mose/Genesis 26,22

Newe Shalom (Tel Aviv), gegründet 1890, Jesaja 32,18

Tel Aviv, gegründet 1909, Hesekiel/Ezechiel 3,15

Merchavia (deutsch: führte in die "Weite Gott"), gegründet 1911, Psalm 118,5

Nahalal, gegründet 1921, Josua 19,15

Talpiyot (Jerusalem), gegründet 1922, Hohelied 4,4

Cholon, gegründet 1933, Josua 15,51

Cherev Le-Et (deutsch "Schwert zu Pflugschar"), gegründet 1947, Jesaja 2,4

Megiddo, gegründet 1949, 1.Chronik 7,29

Tifrach (deutsch: Die Wüste "wird blühen".), gegründet 1949, Jesaja 35,2

Bet Shemesh, gegründet 1950, Josua 15,10

Ashqelon, gegründet 1951, Zephanja 2,7

Eilat, gegründet 1951, 2.Könige 14,22

En Gedi, gegründet 1953, 1.Samuel 24,1

Dimona, gegründet 1955, Josua 15,22

Ashdod, gegründet 1957, 1.Samuel 5,1

Arad, gegründet 1961, Richter 1,16

Nes Ammim, gegründet 1963, Jesaja 11,10

Ma'ale Adummim, gegründet 1975, Josua 18,17

Bet El, gegründet 1977, 1.Mose 28,19

Ari'el, gegründet 1978, Jesaja 29,1

Shilo, gegründet 1979, 1.Samuel 4,3

Immanu'el, gegründet 1983, Jesaja 7,14

Efrata, gegründet 1983, Micha 5,1

Kfar Eldad, gegründet 1999, 4.Mose 11,26

Be'er Milka, gegründet 2006, 1.Mose/Genesis 24,47

Es gibt ein Lexikon, das komplett alle Namen bewohnter Orte mit biblischem Bezug enthält: Scheel, Wolfgang: Lexikon biblischer Ortsbenennungen im modernen Israel, 4.Auflage Muldenhammer 2013, ISBN 978-3-933750-32-7

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Meine E-mail: civdei@aol.com

Fernsehtipp: Sehr gute Nachrichten/Magazin-Sendungen über Israel, jeweils wöchentlich:
- "israel heute" (http://www.israelheute.com/israelheutetv.aspx);
- "Fokus Jerusalem" (http://www.fokus-jerusalem.tv/) (komplett nur im Fernseh-Kanal bibel-tv);
- "Faszination Israel" (http://www.faszinationisrael.de/).

Lesen Sie auch die kurze Seite zum 120.Jahrestag des 1.Zionistischen Kongresses 2017 und zum 65. Geburtstag des Staates Israel 2013, indem Sie auf diesen Satz klicken.